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Tierversuche in Deutschland

2.799.961 das ist laut Ministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) die Anzahl der Tiere, die im Jahr 2015 in deutschen Tierversuchslaboren leiden und sterben mussten.

Tierversuche finden in Deutschland im Bereich der Grundlagen-forschung, der medizinischen Forschung, der Pharma- und Chemieindustrie sowie in der Kosmetikindustrie statt.

Im Jahr 1989 wurde mit der Datenerhebung zum Thema Tierversuche begonnen. Seit einem Tiefpunkt im Jahr 1997 mit 1,5 Millionen Tieren, stieg die Zahl der Versuchstiere leider insgesamt betrachtet wieder kontinuierlich an.

 

Zu den Statistiken des BMEL über die  Verwendung von Versuchstieren im Jahr 2015

Neben offiziellen Zahlen gibt es leider auch wieder eine Dunkelziffer.

Versuchstiere werden in Massen gezüchtet, um jederzeit auf einen ausreichenden „Bestand“ zurückgreifen zu können. Überschüssige Tiere werden getötet oder sterben schon vor dem eigentlichen Versuch, z.B. beim Transport.

Auch fehlen in der Statistik Tiere, die der Erstellung gentechnisch veränderter Linien dienen. Die Zahl der Tiere, die nicht die gewünschte genetische Veränderung aufweisen, wird auf 90 – 99 % geschätzt. Auch diese Tiere werden einfach getötet und tauchen nicht in den Statistiken auf. Wirbellose Tiere wie Schnecken oder Insekten werden erst garnicht gezählt.

Machen Tierversuche Sinn?

(Dr. med. vet. Corina Gericke, Ärzte gegen Tierversuche e.V.)

Tierversuche sind aus ethischen, medizinischen und methodenkritischen Gründen abzulehnen. Tiere und Menschen sind so unterschiedlich, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen nicht auf den Menschen übertragen werden können. In der tierexperimentellen Forschung geht man von der Annahme aus, man könne das komplexe Krankheits- und Heilungsgeschehen beim menschlichen Patienten in so genannten »Tiermodellen«, d.h. künstlich krankgemachten Tieren, nachahmen. Wichtige Faktoren der Krankheitsentstehung wie Ernährung, Lebensgewohnheiten, Verwendung von Suchtmitteln, Umwelteinflüsse, Stress, psychische und soziale Faktoren werden bei dieser Art der Forschung nicht berücksichtigt.

Tierversuche haben aufgrund dieses falschen methodischen Ansatzes weder zur Behandlung der menschlichen Zivilisations-krankheiten wie Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes, Rheumatismus und Allergien etwas Wesentliches beigetragen, noch sind sie in der Lage den Verbraucher vor schädlichen Chemikalien und Medikamenten wirkungsvoll zu schützen.

Im Gegensatz zum Tierversuch liefern moderne tierversuchsfreie Verfahren verlässliche, für den Menschen relevante Ergebnisse und sind dazu meist auch noch kostengünstiger. Trotzdem führen diese Methoden in der tierexperimentell dominierten Forschung und Medizin ein Schattendasein. Sie sind für junge Forscher oft nicht attraktiv. Die Beschäftigung mit tierversuchsfreien Verfahren ist weder für die Karriere zuträglich, noch fließen in diesem Bereich nennenswerte Forschungsgelder.

Die Bundesregierung fördert die tierversuchsfreie Forschung mit durchschnittlich 3,5 bis 4 Millionen Euro jährlich, ein lächerlicher Betrag verglichen mit den Milliarden, die in der tierexperimentellen Forschung zur Verfügung stehen. Doch trotz dieser minimalen Unterstützung hat die tierversuchsfreie Forschung beachtliche Erfolge aufzuweisen und mehr und mehr Forscher erkennen ihr Potential.

Was können wir gegen Tierversuche tun?

Leider ist ein allgemeiner Boykott von Tierversuchen oder Tierversuchsprodukten nicht möglich, da man sämtliche Dinge des täglichen Lebens meiden müsste, wie z.B. Farben, Kunststoffe, Putzmittel, Nahrungsmittel und Medikamente.

Die einzige Möglichkeit, langfristig etwas zu ändern, ist, laufende Petitionen zu unterstützen. 

Z.B. die des Vereins Ärzte gegen Tierversuche oder des Deutschen Tierschutzbundes.

Zu den aktuellen Petitionen:

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/helfen/unterschriftenlisten

https://www.tierschutzbund.de/kampagnen-tierversuche.html

Allein bei Kosmetika ist ein Boykott möglich und auch sinnvoll! Informationen dazu sind auf unserer Infoseite Kosmetik zu finden.