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WARUM SOLLTE ICH MEINEN FREIGÄNGER KASTRIEREN LASSEN?

Eine Kastration ist heutzutage ein Routineeingriff und verhindert nicht nur ungewollten Nachwuchs. Welche weiteren positiven Effekte eine Kastration sowohl bei Katzen als auch bei Katern mit sich bringt und weitere interessante Infos zum Thema Kastration lesen Sie im Folgenden:

Eine Kastration kann positiven Einfluss auf Gesundheit und Lebenserwartung Ihrer Katze haben

Unkastrierte Katzen streunen oft tagelang durch die Gegend. So sind sie natürlich größeren Gefahren ausgesetzt. Oft fallen sie dem Straßenverkehr zum Opfer. Auch kann das Risiko, sich auf einem Streifzug mit Katzen-Aids oder Leukose zu infizieren, höher sein, da die Katze vermehrten Kontakt zu Artgenossen hat. Kastrierte Katzen hingegen haben ein kleines Streifgebiet und bleiben ihrem Zuhause nahe.

Keine übelriechenden Markierungen

Kastrierte Katzen markieren merklich weniger penetrant.

Die Katze lässt das Mausen nicht!

Dass kastrierte Katzen nicht mehr jagen, ist leider ein weitverbreiteter Irrglaube. Der Jagdtrieb ist ein Instinkt, der sich nicht wegoperieren lässt. Auch ist der Jagdtrieb unabhängig davon, ob eine Katze hungrig ist oder nicht. Eine gut gefütterte Katze tötet nicht zwangsläufig weniger Mäuse. Oft ist sie bei der Jagd sogar erfolgreicher, weil sie nicht aus Hunger zu Überreaktionen neigt.

Die „Schlanke Linie“ bleibt erhalten

Zwar hat eine kastrierte Katze einen niedrigeren Energieverbrauch. Wenn man sie nicht überfüttert, bleibt aber auch eine kastrierte Katze rank und schlank. Wichtig ist in jedem Fall (ob kastriert oder nicht) eine ausgewogene und artgerechte Ernährung!

Wann ist der richtige Zeitpunkt für eine Kastration?

In dieser Frage sollten Sie sich auf jeden Fall von Ihrem Tierarzt beraten lassen.

Kastration und Sterilisation – wo liegt der Unterschied?

Ein weiterer Irrglaube vieler Tierbesitzer ist, dass weibliche Tiere sterilisiert, männliche kastriert werden. Es handelt sich hier aber um zwei verschiedene chirurgische Eingriffe. Bei einer Kastration werden bei der Kätzin die Eierstöcke, beim Kater die Hoden entfernt. Bei einer Sterilisation erfolgt lediglich eine Unterbrechung der Eileiter bei der Kätzin, der Samenleiter beim Kater. Die Tiere sind dann zwar unfruchtbar, aber der Geschlechtszyklus und die damit verbundenen Verhaltensweisen und auch Risiken bleiben vollständig erhalten
Aus diesem Grund ist in jedem Fall eine Kastration die bessere Wahl.

Kastrationen verhindern Tierleid!

Wer seine Freigänger kastrieren lässt, trägt nachhaltig zur Eindämmung der hohen Population an Streunerkatzen und damit zur Vermeidung von großem Tierleid bei.
Gerade

In Deutschland leben über zwei Millionen Streunerkatzen auf der Straße. Sie stammen von unkastrierten Hauskatzen mit Freigang ab. Diese Streuner fristen oft ein klägliches Dasein. Ständig hungrig und oft auch krank, ist für diese Katzen jeder Tag ein Kampf ums nackte Überleben. Zu sehen ist das Elend nur selten, denn leidende Katzen ziehen sich eher zurück, als ihre Not zur Schau zu stellen.

Katzen vermehren sich massenhaft. Eine Katze ist in der Lage, im Jahr 2- bis 3-mal Nachwuchs zu bekommen. Pro Wurf werden zwischen 2 und 5 Jungtiere geboren. Die Kätzchen, die im Frühjahr zur Welt kommen, können bereits am Jahresende selbst schon wieder für Nachwuchs sorgen. Freigänger müssen also in jedem Fall kastriert werden, denn nur so lässt sich die dramatisch hohe Anzahl von Straßenkatzen effektiv reduzieren.